Wo kann ich welche Vögel sehen?
Wer einen einigermaßen naturnahen Garten mit Obstbäumen und blühenden Hecken sein Eigen nennt, wird dort im Frühling leicht bis zu zehn Vogelarten beobachten können: z. B. Amsel, Kohlmeise, Blaumeise, Kleiber, Grünling, Buchfink und Haussperling, vielleicht auch ein Star oder ein Rotkehlchen.
Ein dichtes Netz an Wanderwegen und Forststraßen gibt uns die Möglichkeit, waldbewohnende Vogelarten wie Spechte, Ringeltaube, Eichelhäher, Singdrossel, Tannen- und Sumpfmeise, Baumläufer und andere zu beobachten.
Lohnend sind Ausflüge ins Rheindelta und an den Bodensee. Das bringt uns die Welt der Wasser- und Wiesenvögel näher. Da ist mit der Sichtung von Reihern, Schwänen, Enten, Seeschwalben, Rallen und Auwaldvögeln zu rechnen, so auch mit Pirol und Gelbspötter, auf den Riedwiesen mit Kiebitz, Braunkehlchen, Brachvogel und anderen Wiesenbrütern.
Wer gern über Wanderwege entlang von Flussufern wandert, wir dort wieder ganz andere Arten entdecken: Stockente, Wasseramsel, Gebirgsstelze, Zaunkönig u.a.
An gut strukturierten Felswänden lassen sich Turmfalke und Hausrotschwanz, vielleicht auch Kolkraben, Dohle und Felsenschwalbe entdecken, gut getarnt in einer Felsnische lebt dort vielleicht auch ein Uhu.
Über dem offenen Kulturland jagen Greifvögel, vor allem Mäusebussard, Rot- und Schwarzmilan, ebenso der Turmfalke. Auch Rabenkrähen, Elstern, Möwen und Stare suchen Wiesen, Äcker und Viehweiden nach Fressbarem ab.
Wer sich schließlich zu Bergwanderungen mit Fernglas und Bestimmungsbuch, abseits der üblichen Routen des Massentourismus entschließt, entdeckt auf Alpweiden Bergpieper, vielleicht auch Ringdrossel, Steinschmätzer, Bluthänfling und Birkenzeisig. Wer großes Glück hat, beobachtet überraschend ein Birkhuhn, einen Dreizehenspecht oder gar einen Steinadler. In den Felsregionen leben ganzjährig Alpenschneehuhn, Alpendohle, Alpenbraunelle und Schneesperling.
