Rheindelta
Europaschutzgebiet, nominiert nach der Vogelschutz-Richtlinie und FFH-Richtlinie.
Gemeinden: Fußach, Höchst, Hard, Gaißau, Fläche: 2.065 ha.
Das Rheindelta ist bekannt für seine ausgedehnten Streuewiesen, Röhrichte und Schilfflächen, die seltene Tier- und Pflanzenarten beherbergen. Durch seine besonders artenreiche Vogelwelt mit vielen gefährdeten Arten gilt dieses Europaschutzgebiet auch als Ramsarschutzgebiet.
Für Scharen von rastenden Zugvögeln und die Überwinterungsgäste ist der Bodensee besonders wichtig, da er sehr nahrungsreich ist und nur selten zufriert. Die großen Flachwasserbereiche sind bedeutende Laichgebiete für Fische und bieten so Wasservögeln Nahrung. Von der in großen Mengen vorkommenden Dreikantmuschel (Dreissena polymorpha), profitieren vor allem Scharen von Reiher- und Tafelenten, andere Entenvögel leben von den reichlich vorkommenden Wasserpflanzen.
Zwischen Juli und September ist die Rheinmündung von besonderer Bedeutung, da einige Wasservogelarten ihr Großgefieder mausern, was dazu führt, dass sie etwa einen Monat lang flugunfähig sind.
Auch die letzten großflächigen naturnahen Auwälder Vorarlbergs, kommen hier vor.
