Natürliche und künstliche Nisthilfen

Hagebuttenstrauch

Natürliche Nistmöglichkeiten im Garten

Üppig wachsende heimische Sträucher mit dichtem Wuchs sind natürliche Nisthilfen für Vögel, die ihre Nester im Freien bauen. Am besten geschützt fühlen sich brütende Vögel in dornbewehrten Sträuchern und im dickichtähnlichen Unterholz von Bäumen. Von Bachstelze und Hausrotschwanz als Nistplatz begehrt, sind alte Holzstöße im Garten oder an einer Gartenhütte. Modernde Asthaufen in einer Gartenecke können Amsel, Zaunkönig und Rotkehlchen zum Brüten verleiten.

Reichlich fruchtende Efeuhecke

Kletterpflanzen wie Efeu und Spalierobst bieten gut geschützte Nistplätze für Amsel, Grünling und Grauschnäpper. Die Efeufrüchte reifen erst spät im Herbst und Winter. So stehen sie im Frühling, wenn es sonst noch keine reifen Beeren und Früchte gibt, Gartenvögeln wie Türkentaube, Amsel und Grasmücken als willkommenes Nahrungsangebot zur Verfügung. Als Nistgehölze und zugleich als Nahrungsspender bieten sich auch Holunderbüsche an.

Trauerschnäpper (H. Strolz)
Künstliche Nisthilfen im Garten

Vor allem Höhlenbrüter nehmen gern künstliche Nisthilfen an. Ist ein Obstgarten so groß, dass man mehrere Nistkästen anbieten kann, sollten die Einfluglöcher unterschiedlich groß sein. Für Blau-, Tannen- und Sumpfmeisen genügt ein Lochdurchmesser von 28 mm. Ist das Loch größer, z. B. 32 mm,© nimmt die Kohlmeise davon Besitz. Ein Kasten mit etwa 50 mm großem Einschlupfloch kann vom Star beflogen werden. Der Gartenrotschwanz bevorzugt Kästen mit hochovalen Einschlupflöchern mit ca. 32 mm Breite oder auch Kästen mit  zwei Löchern, die etwas mehr Licht hinein lassen.

Halbhöhlen oder Brettchen als Unterlage für Nester von Hausrotschwanz, Bachstelze, Grauschnäpper oder Amsel werden am liebsten an dunklen Stellen unter dem Dachvorsprung oder im Dachgiebel besetzt, wo keine Sonne hinscheint.