Wie kann ich meine Vogelbeobachtungen melden?

Einzelne Meldungen können Sie über unser Formular oder

per E-Mail schicken, jedoch unbedingt mit den wichtigsten Daten:

Datum, Vogelart, Ort u. Flurname, geogr. Koordinaten (wenn möglich), max. Anzahl (auch Schätzungen), beobachtetes Verhalten (fliegend, singend, Nahrung aufnehmend usw)

Für regelmäßige Meldungen in beliebiger Zahl steht unsere Exceltabelle zur Verfügung, die ein automatisiertes  Speichern auf unserer Datenbank ermöglicht.

Welche Beobachtungen soll ich melden?

Grundsätzlich sind für uns alle Beobachtungen wichtig, insbesondere natürlich die der gefährdeten und seltenen Arten. Wir stellen jedoch nicht nur bei den seltenen, sondern auch bei vielen bisher häufigen Arten besorgniserregende Rückgänge fest und wollen diese Entwicklung auch nach dem Erscheinen des Brutvogelatlasses anhand der Zahl der gemeldeten Beobachtungen weiter verfolgen.

Im Hinblick auf die Auswirkungen des Klimawandels sind wir an allen Beobachtungen folgender Gebirgsvogelarten besonders interessiert: Alpenschneehuhn, Steinhuhn, Birkhuhn, Alpendohle, Alpenbraunelle, Steinrötel, Mauerläufer und Schneesperling.

Auch der Bergpieper verliert durch frühe Schneeschmelze im Gebirge die bevorzugten nassen Alpweiden und weicht früh in höhere Lagen aus. Zählungen von Revieren mit fütternden Altvögeln auf einer bestimmten Fläche ( z. B. 1 km²) oder auf einer Wegstrecke (km) wären willkommen.

Wir sammeln Nachweise von Ring-, Wacholder- und Misteldrosseln, vor allem von nistenden oder futtertragenden Vögeln oder Familien mit unselbständigen Jungen. Die Angabe der Nistbaumart (Fichte, Tanne, Latsche, Gebäude o.a.) ist erwünscht.

Ebenso wichtig sind Beobachtungen von Zitronengirlitz, Bluthänfling und Birkenzeisig, insbesondere solche, die auf Bruten oder bestimmte aufgenommene Nahrungspflanzen hinweisen.

Der zunehmende Freizeitbetrieb macht es nötig, dass wir die bekannten Brutplätze von Felsbrütern möglichst wöchentlich kontrollieren sollten. Weil Greifvögel und Eulen am Brutplatz sehr empfindlich sind, dürfen wir jedoch nur aus größerer Entfernung beobachten. Eine gute optische Ausrüstung, wenn möglich mit Spektiv, ist dazu unerlässlich. Für die Kontrolle eines Horstplatzes muss mindestens eine Stunde Beobachtungszeit eingeplant werden, weil Großvögel die Brutplätze auch in der Fütterungsphase nur in größeren Zeitabständen besuchen.

Auch Brutvögel an Fließgewässern und Seen sind vom Freizeitbetrieb an Wochenden stark betroffen. Bitte alle Beobachtungen von folgenden Arten melden: Gänsesäger (Paare und einzelne Erpel), Flussuferläufer, Wasseramsel und Gebirgsstelze, aber auch Graureiher, Kormoran, Zwergtaucher, Teichhuhn und Blässhuhn, außerdem jungeführende Enten. Außer dem Brutverhalten interessieren uns auch festgestellte Gefährdungsursachen sowie aufgenommene Nahrungspflanzen und -tiere.

Vögel im Siedlungsraum sind auffällig im Rückgang. Wir sammeln sichere Brutnachweise von Bachstelze, Hausrotschwanz, Mauersegler, Rauch- und Mehlschwalben mit Angabe des Nistplatzes (zB Dachgiebelbalken, Mauernische, hölzerne Stallwand Innen- oder Außenseite, Einflug unter Dachziegel, in Holzstoß, Lüftungsschlitze im Dachboden, Holzschuppen u.a.m.). Genauso wichtig sind Nachweise erfolgreicher Bruten von Grauschnäpper, Grasmücken, Rotkehlchen, Zaunkönig, Buchfinken, Grünling und Wacholderdrosseln in Gärten und Parks.

Auch Meldungen von Vögeln, die durch Katzen erbeutet wurden oder an Glasscheiben zu Tode kamen, halten wir gern fest, um die häufigsten Gefährdungsursachen zu erkennen.

Fotos: Schneesperling, Ringdrossel und Hausrotschwanz (M. Granitza), Turmfalke (S. Loner) und Gänsesäger (F. Sigg).