Nistkästen für Mauersegler
Die Aufhängung von speziellen Nistkästen in größerer Zahl ist für diesen Koloniebrüter besonders wichtig. Er zählt zu den gefährdeten Arten der Roten Liste, denn er hat durch die heute forcierte Renovierung alter hoher Gebäude, zunehmend Probleme, Einfluglöcher und günstige Hohlräume in Dachstühlen zu finden.
Bei hochsommerlichen Temperaturen wird es den jungen Mauerseglern unter Dachziegeln tagsüber viel zu heiß. Um der Hitze auszuweichen, verlassen sie das Nest, obwohl sie noch nicht flugfähig sind. Das führte immer wieder zum Absturz von Jungvögeln, die manchmal gerettet und von Tierpflegern großgezogen werden.
Nisthilfen für Höhlenbrüter
Höhlenbrütende Singvögel nehmen gern Nistkästen am Waldrand und im Hausgarten an, sofern es dort auch ein entsprechendes Nahrungsangbot gibt. Wo kräuterreiche Waldsäume oder Hecken, Althölzer und Blumenwiesen fehlen, bleibt jedoch mancher Nistkasten leer.
Alte Obstbäume, Holunderbüsche, Wildkräuterecken, beerentragende Sträucher und nur sporadisch gemähte Rasenflächen mit Blüten locken Vögel in den Hausgarten. Wenn dann noch Nistkästen vorhanden sind, kann man mit brütenden Vögeln rechnen.
Nistkästen für Wasseramseln
Die Wasseramsel beginnt schon im Februar/März mit dem Nestbau. An erneuerten Brücken und an regulierten Flüssen fehlt oft eine überdachte Nische oder ein Balken für ihr Nest. Am liebsten sind ihr unzugängliche Nistplätze direkt hoch über dem fließenden Wasser, die von Raubsäugern nicht erreicht werden können.
Gerade der Wasseramsel kann durch das Anbringen von Nisthilfen unter Brücken recht erfolgreich geholfen werden, sofern das Fließgewässer meist klar und sauerstoffreich ist.
Für die Montage von Nistkästen ist die Zeit des Niedrigwassers im Herbst am günstigsten. Dann kann die Besetzung schon im Winter erfolgen.
