Alpenschneehuhn in Gefahr

30.08.2011

Gebirgsvögel im Ifen-Gottesacker-Gebiet durch Ausweitung des Sommerbetriebs bedroht

Alpenschneehuhn © R. Neyer

Die Kleinwalsertaler Bergbahn AG möchte im Schutzgebiet Ifen-Gottesacker-Schwarzwassertal die bestehenden Anlagen erneuern.

Zusätzlich ist geplant, die Ifenregion mit einer Schwebebahn zum Walmendingerhorn zu verbinden und den Sommerbetrieb auf das Alpbord (Geländekante am Fuße des Hohen Ifen) auszuweiten. Der Ausbau wäre mit schwerwiegenden Eingriffen im einzigen Schutzgebiet des Kleinwalsertals verbunden und würde die Tür für Menschenmassen in den äußerst sensiblen Landschaftsraum des Gottesackers öffnen. Bestehende Grundsätze der Gemeindeentwicklung und des Natur- und Landschaftsschutzes bleiben unberücksichtigt.

Der Verein Landschaftsschutz Kleinwalsertal wehrt sich gegen die Ausbaupläne und schlägt ein Alternativkonzept vor.

Mehr unter www.ifen-signal.org

Karl Keßler

Landschaftsschutz Kleinwalsertal

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Auszug aus dem im Druck befindlichen Buch „Vögel im Kleinwalsertal“:

Den wohl bedeutendsten Lebensraum für Vögel im Kleinwalsertal stellt das große Ifengebiet im Schwarzwassertal dar. Es umfasst das weithin sichtbare Ifenplateau mit seinem Felssockel und die umgebende strukturreiche Landschaft mit Schwarzwassertal, Gottesacker und Kürenwald. Vogelarten wie das Alpenschneehuhn, Alpenbraunelle und Bergpieper, die darauf spezialisiert sind, bis in den Sommer am Rand von Schneefeldern nach Kleintieren oder sprießenden Pflanzen zu suchen, fühlen sich in spät ausapernden Karen und Karstgebieten des Kleinwalsertales wohl. Dieser Gebirgslebensraum ist noch weitgehend natürlich erhalten und außerhalb der bestehenden Tourismuseinrichtungen großflächig störungsarm.

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