Hecken pflanzen und vogelschutzgerecht pflegen
Stufig aufgebaute artenreiche Hecken mit heimischen Sträuchern und Bäumen sind wichtige Landschaftselemente und Lebensräume für Vögel. Sie bieten ihnen Nahrungsquellen und geschützte Brutplätze zugleich. Ist ein Heckenrückschnitt unbedingt notwendig, sollte er nur schonend und abschnittsweise erfolgen. Wird anfallendes Schnittgut zu Asthaufen aufgeschichtet, finden Reptilien und Vögel darin Unterschlupf.
Jahr für Jahr kann ein anderer Abschnitt der Hecke „auf den Stock gesetzt“ werden, am besten im Nachwinter und unbedingt vor Ende Februar. Denn im März kommen zum Beispiel schon die Schwarzkehlchen an die verbuschten Rheindämme und Goldammern beginnen mit dem Reviergesang. Schwanzmeisen bauen ihre Nester in die Zwiesel von Laubbäume. Die ersten Laubsänger kommen aus dem Winterquartier zurück und suchen nach einem ruhigen Nistplatz am Rand einer Hecke.
Empfehlenswerte Vogelschutzgehölze
Berberitze (Berberis vulgaris)
Efeu (Hedera helix)
Faulbaum (Frangula alnus)
Felsenbirne (Amelanchier ovalis)
Hagebutte (Rosa canina)
Pfaffenhütchen (Euonymus europaea)
Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)
Roter Holunder (Sambucus racemosa)
Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
Schwarzerle (Alnus glutinosa)
Traubenkirsche (Prunus padus)
Vogelbeere (Sorbus aucuparia)
Vogelkirsche (Prunus avium)
Weißdorn (Crataegus sp.)
Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)
Auch natürliche oder vom Menschen geschaffene naturnahe Krautsäume am Heckenrand sind wichtige Landschaftselemente. Sie bieten Kleintieren Unterschlupf, die schließlich auch Vögeln als Nahrung dienen. Kräuter locken mit ihren Blüten Schmetterlinge und andere Insekten an und liefern später allerlei Sämereien für Körnerfresser.
