Am gefüllten Futterhaus ist immer was los
Mit Vogelfütterung ums Haus können wir den durch den Menschen verursachten Rückgang unserer Vogelbestände nicht verhindern. Wir können damit auch keine bedrohte Vogelart vor dem Aussterben bewahren, denn an den Futterstellen erscheinen meistens nur häufige Allerweltsarten.
Wir können aber tatsächlich wild lebende Tiere beobachten, was uns sonst im naturfernen Siedlungsraum kaum gelingt. Wenn wir das Futterhaus regelmäig füllen, können wir Vögel aus nächster Nähe im Garten oder am Balkon beobachten. Sauberkeit rund um den Futterplatz sollte oberstes Gebot sein, wenn wir gegen Erkrankung unserer Futterhausbesucher vorbeugen wollen.
Welche Arten kann man erwarten
Wenn es Bäume und Sträucher in Hausnähe gibt und das angebotene Futter nicht zu einseitig ist, können wir im Laufe des Winters je nach Witterung mit bis zu 20 Vogelarten rechnen. Nicht nur Amsel, Kohl- und Blaumeise, Grünling und Haussperling, sondern auch Kleiber, Rotkehlchen, Erlenzeisig, Gimpel, Buntspecht u.a. kommen immer wieder vorbei. Bei Kälte und starkem Schneefall im Nachwinter entdecken z. B. auch Star, Wacholderdrossel, Bergfink, Zaunkönig und mancherorts sogar Kernbeißer die Futterstelle.
Wer dabei einen emotionalen Kontakt zur Natur entwickelt, wird sich langfristig auch für die Natur einsetzen. Darin besteht die Chance für ein Umdenken. Schließlich entscheidet sich mancher für ein Umgestalten des eigenen Gartens in eine Naturoase mit einer artenreichen Vogelwelt vor der Haustüre. Mit Ende des Winters und der Fröste sollten wir aber das Füttern langsam einstellen, damit sich die Vögel wieder rechtzeitig vor dem Brüten natürliche Futterquellen suchen.
