Atlas der Brutvögel Vorarlbergs

Zusammenfassung

Zwanzig Jahre nach Erscheinen des ersten „Atlas der Brutvögel Vorarlbergs“ im Jahr 1991 liegt nun der völlig neu bearbeitete zweite Brutvogelatlas Vorarlbergs vor. Das Projekt wurde vom Verein „BirdLife Österreich, Gesellschaft für Vogelkunde, Landesgruppe Vorarlberg“ iniziiert und durchgeführt und von der inatura – Erlebnisnaturschau Dornbirn finanziell unterstützt.

An der Feldarbeit beteiligten sich insgesamt 36 Mitarbeiter, ein Drittel davon war in jeder Brutsaison im Einsatz. Die elektronische Datenerfassung und der digitale Import in die Ornithologische Datenbank Vorarlberg (ODBV) erfolgte mittels der vom Europäischen Ornithologischen Atlas-Komitee (EOAC) herausgegebenen Normen (S6).

Zur Darstellung der Verbreitung der Brutvögel wurde Vorarlberg in 98 Rasterfelder in der Größe von 5 x 3 geographische Minuten (34,5 km²) unterteilt.

Zur Ermittlung der Siedlungsdichte der Brutvögel wurden innerhalb eines Rasterfeldes in der Regel drei Kartierungsflächen in der Größe einer halben geographischen Minute ausgewählt (1,15 km²), eine davon rein systematisch, die zwei anderen nach unterschiedlichen Habitaten und Höhenlagen.

Auf den 221 bearbeiteten Flächen wurde eine dreimalige, über 1800 m Seehöhe eine zweimalige flächendeckende Revierkartierung durchgeführt.

Die Artbeschreibungen gliedern sich in Status, Verbreitung, Lebensraum, Bestandsentwicklung, Schätzung des Vorarlberger Gesamtbestands sowie Gefährdung und Schutz.

Artbeschreibung Neuntöter

Die Verbreitungskarte zeigt sichere, wahrscheinliche und mögliche Brutnachweise mit verschiedenen Punktsymbolen.  Sie erlaubt auch einen Vergleich mit der Verteilung der Rasterpunkte im ersten Atlas von 1991.

Außerdem werden aktuelle Höhenverbreitung, Phänologie, Rasterfrequenz und Gefährdungs- und Schutzstatus angeführt.

Von den 157 sicher nachgewiesenen Vogelarten brüten 140 regelmäßig, 11 unregelmäßig, zwei nur sporadisch und vier haben Brutversuche unternommen. Für weitere sieben fehlt ein sicherer Brutnachweis und das Brutvorkommen von 21 Arten gilt als erloschen.

Der für Vorarlberg (2.602 km² Landesfläche) nach der Arten-Arealkurve errechnete Durchschnittswert von 123,9 Arten wird mit den festgestellten 157 Arten weit übertroffen, was auf die große Artenvielfalt in Vorarlberg hinweist.

Weitere Ergebnisse betreffen den Wandel der Brutvogelfauna Vorarlbergs im 20. und 21. Jahrhundert, namentlich Veränderungen von Brutstatus, Rasterfrequenzen und Zahl der Reviere pro 100 ha sowie der Höhenverbreitung im Verlauf der beiden Kartierungs-perioden. Eine Tabelle zeigt die verschwundenen Arten mit dem Jahr der letzten bekannten Brut und ebenso die inzwischen neu aufgetretenen Arten mit dem Jahr des ersten Brutnachweises.

Die Verteilung der Artenzahlen über einen Höhengradienten wird in Form eines Balkendiagramms dargestellt. Im Vergleich mit der ersten Kartierungsperiode 1981 – 1989 haben viele Arten die Amplitude ihrer Höhenverbreitung erweitert, ohne dass die Bestände zugenommen haben.

Spezielle Kapitel über Geographie und Landnutzung, Naturräumliche Gliederung und Klima, Vegetation typischer Lebensräume Vorarlbergs bilden die Grundlage zur Interpretation der Ergebnisse.

Auch der Erforschungsgeschichte der Vogelwelt Vorarlbergs ist ein eigenes bebildertes Kapitel gewidmet.

Druck: Bucher-Verlag Hohenems

Grafische Gestaltung des Buches: Kurt Dornig, Grafikdesign & Illustration

Verkaufspreis:  €  37,--, portofreier Versand.

Erhältlich über Kontakt

 

Die optische Ausstattung unseres Atlas macht Schlagzeilen:

Beim weltweit größten internationalen Designwettbewerb, dem red dot design award, erhielt heuer auch das Atelier Kurt Dornig für die grafische Gestaltung des Atlas der Brutvögel Vorarlbergs (2011, Bucher Verlag Hohenems) diese begehrte Auszeichnung.